VfR 1920 Ilbenstadt e.V

Ehrungen

VfR zeichnet Jubliare aus

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde zeichnete der Verein für Rasensport (VfR) Ilbenstadt drei langjährige Mitglieder aus. Der Kassierer Raimund Blümlein (links) und der Vorsitzende Stefan Breitwieser (rechts) gratulierten im Vereinshaus Bernd Weigeld, Patrick Quanz und Helmut Schulmeier. Weigeld und Schulmeier gehören dem Verein seit 50 Jahren an, Quanz seit 25 Jahren. Breitwieser begrüßte die Jubilare und blickte auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. Die beiden älteren Jubilare hoben hervor, nie Rote Karten bekommen zu haben (die es zu ihrer aktiven Zeit auch noch nicht gab). Weigeld erinnerte sich an drei Eigentore. Die Jubilare dankten und erzählten zahlreiche Anekdoten.

(Text und Foto: udo Dickenberger)

Hubert Nau gehört dem Verein seit 60 Jahren und Wernfried Fürtig seit 50 Jahren an. Wolfinger blickte auf die Lebensläufe zurück und hielt die Laudatien.

 

Bei der Weihnachtsfeier des Vereins für Rasensport (VfR) Ilbenstadt ehrte der Vorsitzende Reinhold Wolfinger im Weißen Saal des Hauses Sankt Gottfried langjährige Mitglieder. Er betonte deren Verbundenheit mit dem Verein, das soziale Miteinander und das Gemeinschaftsgefühl. Die Ehrungen für eine 60-jährige Mitgliedschaft wurden erstmals durchgeführt. Reinhold Brucker, Hubert Nau, Karl Unterstab und Karl Schulmeier traten im April 1952 in den Club ein. Heinz Klein (auf dem Einzelfoto) gehört dem VfR seit 50 Jahren an und erhielt die Goldene Ehrennadel. Seit 25 Jahren sind Horst Berndt, Reinhard Karb und André Jurida Mitglieder. Die Weihnachtsfeier wurde von über 100 Gästen besucht, die an einer Verlosung von 36 Preisen teilnahmen, ein schmackhaftes und reichhaltiges Buffet genossen und am Unterhaltungsprogramm mit Spielen und Radvorführungen von Helmut Rühl ihren Spaß hatten. Reinhold Brucker und Thomas Nau singen bei der Heimatliebe und stimmten mit den Besuchern Weihnachtslieder an.
(Text und Fotos: udo)

Nachruf für Manfred Balser

 Niddatal-Ilbenstadt (udo). Manfred Balser starb in der Nacht zum vergangenen Sonntag, 15. Juli, im Alter von 47 Jahren. Zuletzt war er als engagierter Leiter des Clubhauses des Vereins für Rasensport (VfR) bei den Fußballfreunden in der Region bekannt und beliebt. Veranstaltungen und Spiele bereitete er mit seinen Helfern sorgfältig vor.
Manfred Balser kam am 8. April 1965 zur Welt. Als Vereinshaus-Chef löste er 2011 Günther Fünffinger ab. Er erhielt zwei Jahre vor seinem Tod zum 90-jährigen Vereinsjubiläum des VfR am 17. Juli 2010 den Ehrenbrief des Landessportbunds Hessen. Den Ehrenbrief des Hessischen Fußballverbands bekam er anlässlich des Kreisfußballtags am 9. März 2012 in Ockstadt. Dem VfR trat er am 1. Juli 1990 bei (genau eine Woche vor dem WM-Finale in Rom).

Der VfR war nicht sein einziger Verein. Herwig Lauerer weist als Vorsitzender des Turnvereins Vorwärts Ilbenstadt darauf hin, dass der Verstorbene von 1993 bis 2001 als verantwortlicher Übungsleiter die Volleyballabteilung des Vorwärts führte. Zum Ende seiner langen Amtsperiode habe er dank der Ferienspiele eine gewachsene Gruppe ins Vereinsleben der Turner integriert.
Beim an diesem Wochenende laufenden Fußball-Stadtpokal Niddatals blickte Herbert Kollosche, Ehrenmitglied des Fußballclubs Kaichen (FCK), beim Eröffnungsspiel im Gespräch auf die besten Zeiten seines Vereins zurück. Kollosche begleitete Balser als Jugendtrainer und als Trainer der Ersten. „Manni“ spielte unter ihm zwei Jahre in der B- und dann zwei weitere Jahre in der A-Jugend. 1983 kam Balser in die Seniorenabteilung und schaffte als „sehr guter Abwehrspieler“ sofort den Sprung in den Stamm der Ersten. Das Team wurde mit ihm Meister, stieg in die (damalige) Bezirksoberliga auf und erreichte nach dem Abstieg den Wiederaufstieg.
Kollosche berichtet, dass „Manni“ fünf Jahre Stammspieler der Ersten war, bevor er zum VfR zurückkehrte. Er war „ein sehr guter Kamerad und ein hervorragender Spieler“. Den FCK treffe der Verlust schwer. Bis zuletzt sei Manfred dem FCK treu verbunden gewesen und „bei allen unseren Veranstaltungen und Festen immer dabei und einer von uns“.
Peter Kolberg ist vielleicht der engste Jugendfreund Balsers. Er weiß, dass der Verstorbene ein extrem guter Schwimmer war: „Manni war der Erste, der im Hallenbad in Heldenbergen hin und zurück getaucht ist“. Bewundert hätten alle, wie der ganze Seen in der Region längs des Ufers abgeschwommen habe. Anekdoten aus dem Urlaub mit „Manni“ erzählt Kolberg gerne. Und er betont: „Wir sind zusammen mit dem Fußball in Ilbenstadt unter dem unvergessenen Heinz Gerlach groß geworden!“
Günther Fünffinger wird kommissarisch bis zur nächsten Jahreshauptversammlung in sechs Monaten die Leitung des VfR-Hauses übernehmen. Zusammen mit dem Unterkassierer und Spielausschussmitglied Ralf Kliem ist Fünffinger seit der Kindheit Weggefährte des Verstorbenen.
Beide erinnern sich im Gespräch daran, dass Balser lange vor seiner Schlosserlehre, der Arbeit als Fensterbauer und seiner Tätigkeit in der Fertigstellung bei einem in der Republik bekannten Büromöbelfabrikanten mit ihnen zusammen eine vom wirtschaftlichen Rahmen her bescheidene, doch frohe Kindheit in Ilbenstadt verbrachte. „Budchenbauen“ im Wald und Flößern in der Nidda waren die bestimmenden Elemente. Und beide heben hervor: „Er war schon damals äußerst zugänglich und hilfsbereit, ein guter Freund und Kamerad!“
Sie waren zusammen auf Mopeds unterwegs, später mit den ersten Autos, und sie kannten die wichtigen Lokale der Wetterau. Günther Fünffinger betont: „So war er von Anfang an, die Treue, der Anstand und die Zuverlässigkeit in Person – und wenn wir viele Jahre später im Vereinshaus einen brauchten, dann sprang er ein, wenn Not am Mann war – er sah immer gleich, wo Hilfe notwendig war!“
 

 

Heinrich Roth wurde in der Jahreshauptversammlung des VfR für seine 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet

Am Ende der Jahreshauptversammlung teilte Reinhold Wolfinger mit, nach einer Änderung der Vereinsordnung werde neuerdings nicht mehr jedes Mitglied nach 50 Jahren automatisch zum Ehrenmitglied ernannt. Solche Ehrungen erfolgten nun nur noch nach besonderem Verdienst.

Erstes „Opfer“ dieser Neuregelung war zu Beginn der Zusammenkunft Heinrich Roth geworden, der dem VfR am 1. Januar 1962 im Alter von zwölf Jahren beitrat und dafür jetzt die Goldene Nadel erhielt. Wie Wolfinger ausführte, fing „Heiner“ Roth unter Heinz Gerlach in der C-Jugend an, war acht Jahre aktiv und drei davon bei den Senioren. Er erzielte viele Tore, bevor er von 1970 an für Bischofsheim in der Hessenliga kickte. Roth ist als langjähriger Vorsitzender der KSG Bönstadt bekannt und wirkt dort noch heute als Schiedsrichter.

 

Raimund Blümlein erhielt vom VfR die Silberne Ehrennadel

Niddatal-Ilbestadt (udo). Raimund Blümlein gehört dem Verein für Rasensport (VfR) seit 25 Jahren an und erhielt von dessen Vorsitzendem Reinhold Wolfinger bei einer kleinen Feierstunde die Silberne Ehrennadel mit Urkunde überreicht. Wolfinger führte aus, durch dessen Sohn Markus sei Blümlein zum VfR gestoßen. Dieser habe erfolgreich bei den Junioren gespielt und sei 1992 Kreispokalsieger mit der D-Jugend geworden. Er selber, Wolfinger, habe damals für die Wetterauer Zeitung darüber berichtet. Als er nach Ilbenstadt gezogen sei und hier Raimund Blümleins Skatclub beigetreten sei, habe sich ein erfreuliches Wiedersehen ergeben.

Raimund Blümlein habe selber nur kurze Zeit gekickt, und dies nur bei den Messdienern. Denn als sich sein Bruder Lothar beim Fußball schwer verletzt hatte, habe die Mutter ein generelles Fußballverbot für die gesamte Familie ausgesprochen. Doch auch ohne das Kicken habe sich der Jubilar stets für den VfR interessiert und besuche die Jahreshaupt- und Mitgliederversammlungen regelmäßig. Wolfinger dankte Blümlein, der dem VfR am 1. Januar 1986 beitrat, für dessen Treue. Blümlein bedankte sich seinerseits und bedauerte, dass er nicht für den VfR kicken konnte. Immerhin sei er unter Pfarrer Philipp Molitor mit den Messdienern gegen andere Pfarreien angetreten.

 

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